2. Juni 2019

Rückblicke Mai

 

Monatsrückblick    Ulli

 

Wir hatten echt viel Zeit, um das Bordleben unter dem Eindruck nicht enden wollender steifer Winde, kübelweiser Regengüsse, Blitz, Donner und Möwenschiss bei totaler Abwesenheit von Badewetter so richtig kennen zu lernen.

Ich glaube ja, dass wir von höherer Hand genau hierher geweht wurden.

 

W  Wunderbar war es

I    in Lastovo – aber:

N   nie wieder

D   Dünung

 

U   und Boen von 7 Beaufort

N   nachts !!!

D   Die Wildnis Dalmatiens –

 

S   stiller Ginster,

C   Chakale

H   heulen im Dunkel

W   wie Geister

E   einer vergangenen Zeit.

L   Lärmender Sturm –

L   lautlose See

 

H   Hier bleiben

E   etwas anderes finden

R   ruhig schlafen

B   Beten

S   So machen wir das.

T   Tag für Tag

 


Monatsrückblick  Geert

Bevor nun auch ich meiner poetischen Ader freien Lauf lasse, sei nur gesagt, dass wir nach dem Schneewahnsinn im Januar in Siegsdorf nun ein, zwar anderes, aber doch etwas verstörendes Frühjahr in Kroatien erlebt haben. Was wir alles in den letzten 9 Wochen erlebt haben, würde ganze Bücher füllen. Auf jeden Fall haben wir viel zu erzählen, auch wenn es nicht für eine Odyssee reicht. 

 

 

Schwell(*)

Wie jeder Traum und jede Phantasie der Wirklichkeit weicht, entfaltet sich jede Realität. Entfaltet jeder Wunsch auch und jede Hoffnung zu ihrer Zeit und kann nicht ewig dauern.

Es muss der Verstand bei jeder Havarie bereit sein Lebewohl zu sagen und neu zu heuern, Um sich mit Elan und freiem Geiste In andre, neue Gefilde zu begeben.

Und jedem Anfang wohnt viel Arbeit inne, die uns stärkt und hilft zu bestehen.

Wir verlegen heiter von Insel zu Insel, an keinem Hafen wie an einer Heimat hängen, Der Tatendrang will nicht binden uns und engen, er will uns Schwell um Schwell heben, weiten.

Kaum sind wir heimisch einem Revier und traulich verankert, so droht der nächste Jugo; Nur wer bereit zum Lichten ist und neuen Ufern entgegen segelt, Mag sich lähmender Schlechtwetterfronten entziehen.

Es wird vielleicht auch noch im Auge des Sturms uns neue Hochs jung entgegen senden.

Des Käpten’s Ruf an uns wird niemals enden, Wohlan denn, Matrose, nimm Abschied und lasse dich nieder!

(*)Seglerdeutsch Schwell = Stufen (< Klick)

1 Comment

  • Hallo Ihr Dichterfürsten,
    kaum habt Ihr Eure schlimmsten Ängste hinter Euch gebracht, neue Pläne geschmiedet, schon knüpft Ihr wieder an Eure wahren Talente an 😉
    Geert, das war eine gelungene Akkomodation. Hesse in Bezug auf Eure aktuell gemachten Erfahrungen und grundlegende Lebenseinstellung! Hesse adaptiert für Euer neues Lebens-Stück. Well done!
    Nun warten wir aber wohl alle auf viele tolle Fotos von Eurer neuen Datsche*. Aufi geht’s!
    * = berlinisch für Wochenendhaus mit Garten 😉

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