Sauguad

Dobro ist Kroatisch und heißt „gut“. 

Hier könnt Ihr lesen, was wir total gut fanden – allerdings keine Restauranttipps oder Sehenswürdigkeiten, die bereits hinreichend beschrieben wurden.

Zum Beispiel fanden wir den Wäscheservice vom Krankenhaus in Mali Losinj saugut – und wir haben auch einen Waschsalon entdeckt!

Nachdem Greta mal wieder unter irgendeiner Mülltonne irgendetwas Gruseliges zu fressen entdeckt und dann auf dem Teppich unter unserem Tisch in sattem Currygelb wieder von sich gegeben hat, muss das Konzentrat des Polster/Teppich-Reinigers von Poliboy jetzt mal erwähnt werden. Bravo nach Bremen! Es reinigt auch die Alcantarabezüge sehr gut!


 

Exquisit ist das Museum des Apoxyomenos in Mali Losinj. Das beginnt mit dem Raumkonzept, dessen innenarchitektonisches Ziel es ist, dem Betrachter die Erfahrung zu vermitteln, die einige Menschen hier im Jahr 1997 machen durften: Damals entdeckte ein Tourist beim Tauchen im hiesigen Inselarchipel eine der besterhaltensten und schönsten hellenistischen Bronzestatuen des Mittelmeerraums.

Mittels raffinierter Wandverkleidung und Klimaanlage taucht man quasi mit in die kühlen Tiefen des Meeres hinab und wird selbst zum Entdecker.

In einem phänomenal ausgestatteten Filmvorführraum dokumentiert das Museum die Bergung und 6 Jahre währende Restaurierung der Statue. Man sitzt auf einem handgearbeiteten Teppich, der den gesamten Raum auskleidet und miteinander verschlungene Weizen bzw. Wasserpflanzenmotive zeigt. Sie symbolisieren, dass Wasser und Land hier in besonderer Weise zusammengefunden haben. 

Der Apoxyomenos ist ein melancholisch dreinblickender Athlet – wenig größer als Geert und nur unwesentlich besser in Schuss – … Vermutlich hat er seinen Wettkampf verloren und ist gerade wegen seines tragischen Ausdrucks besonders beliebt gewesen. Sein Originalprototyp stammt aus dem 4. Jh. vor Christus. Die hiesige Statue ist ca. 200 Jahre jünger – woran man sieht, wie beliebt diese Abbildung über Jahrhunderte hinweg gewesen sein muss. Das Schiff, das ihn transportierte, war auf dem Weg nach Norden, vielleicht zu den Brijunis? Jedenfalls lag die Statue 2000 Jahre lang auf dem Meeresboden. Sie war mit einer superfesten Kalk- und Muschelschicht bedeckt und musste aufwändigst restauriert werden – denn sie war bis auf einen kleinen Finger und die Augen komplett erhalten. In ihrem Inneren fanden sich die Überreste einer Mäusemahlzeit: Oliven- und Pfirsichkerne, von einer antiken Maus gefressen oder für den Winter aufbewahrt, die sich nun als wertvolle Helfer bei der Altersbestimmung der Bronzestatue erwiesen.

Aus diesem Grund steigt man durch ein duftendes Olivenholz-Treppenhaus an den Hinterlassenschaften der Maus vorbei zum gleißenden Gipfel der Ausstellung: Der Statue selbst. Da steht sie in reines Weiß getaucht zum Greifen nahe.

Gezeigt wird uns ein perfekt geformter, griechischer Athlet. Er ist nackt – ja, so war das damals bei Olympia! Ein Jammer, dass diese Sitte sich nicht weiter durchsetzen konnte. Die antiken Sportler ölten ihre gestählten Muskeln zu Beginn des Wettkampfes ein und wenn er vorbei war, schabten sie sich das glänzende Öl und den Schweiß mit goldblinkenden Messern von der Haut ab.

Dieses Motiv findet sich im ästhetisch und sinnlich aufgeschlossenen kulturellen Raum der Griechen und Römer scheinbar häufiger, zum Beispiel in Fresken – leider fehlt im Fall des Losinj Apoxyomenos das kostbare Schabmesser. 

Die Schau endet in einem Panoptikum – da konnten wir unsere TELL auch Kopfstehen sehen – wenn auch sicher weniger vor Begeisterung.

 


 

Saugut arbeitet unser Bootsbauer Dragan. Er ist ein Meister des Teakdecks!


 

Saugut ist unsere grüne Leine. Sie dient uns als Zugleine, um das Dingi hinter uns her zu ziehen, als Bullenstander auf Vorwindkurs und verhindert dann, dass der Baum unkontrolliert zurückschlägt. Wir konnten in Prigradica super damit ablegen und außerdem ist sie schön GRÜN.